Masterplan Tagebau Hambach



Die Landschaft der Braunkohlentagebaue ist geprägt von den beeindruckend großen Abbaulöchern sowie von den begleitenden Wege-, Bahn- und Leitungsnetzen. Im Dreieck Elsdorf - Bedburg - Bergheim soll eine Perspektive für diese sich ständig wandelnde, infrastrukturelle Landschaft geschaffen werden. Die Handlungsräume sind eine Förderbandtrasse und die Kante des aktiven Tagebaus Hambach.

Die Bandtrasse wird zum „Energieband“: Diese ursprünglich abgeschotte Anlage wird zum Verbinder und Aktivator, nachwachsende Rohstoffe bilden das Hauptthema. Eine Straße erschließt die Höfe, Labors und Anlagen in der Trasse. Die 18 querenden Brücken verweisen auf die Umgebung und bilden Informationspunkte. Hier befinden sich die Einstiege in die Trasse, Spielplätze und Raststätte.

Die Tagbaukante wird zum „Wachsenden Park“: Analog zum sich entwickelnden Tagebau erweitert sich der Park und wird zu einer Raum-Zeit Skala. Auf der Krone des Schutzwalls führt ein Weg von der Sophienhöhe zukünftig bis zur Bahnhaltestelle Buir. Die in den Belag eingearbeitete Skala der Monatsmarkierungen verdeutlicht den Fortschritt des Tagebaus. Themen des Parks sind „markieren“ (den räumlich-zeitlichen Prozess) durch die Zeitmarker, „hinweisen“ (auf wichtige Geschehnisse) durch die Zeiger, „erklären“ (die Geschichte und Abläufe des Tagebaus) durch die Tagebaubalkone und „veranstalten“ (Events zu wichtigen Zeitpunkten).

Mehrfachbeauftragung
2007
Mit Andreas Fritzen, Martin Hoelscher
Fläche: 1200 ha
Auftraggeber: Rhein-Erft Kreis / Regionale 2010



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